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Kanban

Das Kanban Modell ist ein Materialflusssystem, das aus aus Japan stammt und vor ca. 50 Jahren das erste mal bei Toyota entwickelt wurde. Heutzutage wird der Kanban als einfache und sparsame Lösung in der Produktionsplanung vieler Unternehmen insbesondere aus der Automotive-Branche, bzw der Materialwirtschaft allgemein, eingesetzt. Hierbei bestimmt der Kanban auch die Art der Lagerhaltung und die Logistik. Das Wort ”Kanban” bedeutet auf japanisch ‘’sichtbare Karte” und stammt aus der Tatsache, dass die Materialien anhand von Karten auf den Materialbehältern im Produktionsprozess bewegt und eingesetzt werden. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen wird quasi durch die Weitergabe von Karten realisiert. Wenn die Produktion von einem Material auf die letzten Vorräte zugegriffen hat, wird die Information in Form von Karteikarten an das Lager weitergegeben. Das Lager informiert ihrerseits die Logisitk über die Notwendigkeit der Neubestellung zu diesem Material. Das Kanban System arbeitet so ähnlich wie das Regalsystem in den Supermärkten. Hierbei werden Arbeitsschritte aufgrund optischer Signale in Gang gesetzt. Sobald der letzte Behälter entnommen wird, geht der Arbeitsauftrag, neue Mengen zu bestellen, alle notwendigen Abteilungen durch. Zum grössten Teil in der Automobilbranche kann die gesamte Produktionskette bis einschliesslich der Lieferanten in das Prozessmanagement des Kanban Systems eingebunden werden. Dadurch wird eine zeitnahe Beschaffung gesichert und gleichzeitig werden die Lagerbestände minimiert. Es gibt aber auch Nachteile im Kanban System, insbesondere bei unstandardisierten Produktionsabläufen. Falls die Produktion hauptsächlich auf Spezialfertigungen abgestimmt ist, kann kein Kanban-System eingesetzt werden, da jedes Produkt aus unterschiedlichen Materialien besteht. Mit einer Kanban Simulation lassen sich die Vorteile “antesten”.

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